Mobbing 


Die Würde des Menschen ist antastbar 
 

Mobbing-Blog

Es gibt Grundrechte. Es gibt Menschenrechte. Es gibt Äußerungsrechte. Es gibt ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. All diese und andere Rechte verletzen Mobber. Es gibt kein Recht auf Mobbing. 

Damit die Würde aller Menschen unantastbar wird müssen wir darüber reden....

14.02.2020

These: Mobbing nutzt der Politik

These: Mobbing ist nützlich in der Politik – darum sind Mobber so gut geschützt

Ein Zitat aus dem unten verlinkten Pressebericht: 

„In einem in den Beitrag hineingeschnittenen Auftritt aus dem Jahr 2007 sagt der frühere CSU-Politiker Theo Waigel verbittert, dass er ein so gehässiges Verhalten wie in der CSU selbst nicht bei den Kommunisten vorgefunden habe – Parteifreunde sollen aus dem Privatleben des Politikers, der sich von seiner ersten Frau trennte, teils falsche Details an die Medien weitergeleitet haben.“

Nutzt Mobbing also der Politik? Dient Psychoterror dem Machterhalt oder anderen “politischen” Zwecken?
Sind menschenverachtende Mobber deshalb so gut geschützt? 

Es ist mir nicht möglich, eine repräsentative Studie anzufertigen oder in Auftrag zu geben, um diese These zu überprüfen. Es ist mir aber möglich, Belege oder auch Gegenbelege zu suchen. Letzteres gestaltet sich schwierig.

Beispiele zu finden für „nützliches“ Mobbing im politischen Umfeld ist dagegen kein Problem. „Nützlich“ ist es natürlich nur für diejenigen, die jemanden mit unlauteren, verabscheuungswürdigen, undemokratischen und von der Rechtsordnung nicht gedeckten Methoden aus dem Amt mobben wollen, weil sie ihm anders nicht beikommen. Wer sich z. B. nichts hat zuschulden kommen lassen, belastbar, charakterstark und mit Durchhaltevermögen ausgestattet ist, ist gleichzeitig ein klassischer Kandidat für vernichtendes Mobbing. 

Mobbing als Auszeichnung und Schweigen schützt nur die Täter

Es ist also immer auch eine Art Auszeichnung – auf die Betroffene natürlich sehr gut verzichten könnten.

Oft ist Mobbing mit Scham verbunden. Nein, nicht seitens der skrupellosen Täter, die sich ihre Schuld und Verantwortung klein reden weil sie ja im Kollektiv mobben. Das feige „Alle auf einen“ macht es für Mobber nicht mehr so schlimm. Seitens der Betroffenen ist oft die Scham groß. Dafür gibt es aber keinen Grund. Das Schweigen macht es nur schlimmer, weil es die Täter schützt. 

Zivilcourage bei Diskriminierung durch Mobber?

Im Falle von Diskriminierung reden wir fortwährend von Zivilcourage. Man dürfe nicht schweigen. Mobbing wird jedoch in den allermeisten Fällen totgeschwiegen. Wo bleibt hier die Zivilcourage?

Mobbing ist nämlich auch Diskriminierung. Immer.  Und zwar Diskriminierung von Menschen, die anders sind als das mobbende Umfeld.

Frauen in Männerberufen. Männer in Frauenberufen. Parteilose unter Parteimitgliedern. Menschen anderer Herkunft unter lauter „Einheimischen“ oder auch umgekehrt. Menschen mit Behinderungen. Menschen mit besserer Qualifikation. Menschen mit ungewöhnlichem Lebenslauf, ungewöhnlichen Hobbies, Erfahrungen, anderen Ansichten und Meinungen usw. Wer nicht 08/15 ist bietet im Grunde immer auch Angriffsfläche für den feigen Mob. Die Möglichkeiten der Andersartigkeit sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Diskriminierung ist jedoch immer gleich menschenverachtend.

Diskriminierung? Ist das nicht verboten? 

Es kommt drauf an. Das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) diskriminiert nämlich selbst, indem es nur bestimmte Diskriminierungsgründe nennt und verbietet. 

In § 1 heißt es: 

„Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.“

Wer aus anderen Gründen diskriminiert wird ist in der Realität faktisch schutzlos. Die Beweislastumkehr gilt nicht. Beweise zu erbringen ist aber meist eine unüberwindbare Hürde oder sie werden schlicht nicht anerkannt. Vielleicht wiederum weil es nicht gewollt ist? Umso schwieriger wird es, wenn Diskriminierung/Mobbing – wie meist – perfide und hinterhältig vonstatten geht.

Geschützte und legale Diskriminierung 

Gibt es also schlechte und gute, darum geschützte Diskriminierung? Scheint so. Der Gesetzgeber will es jedenfalls so. Für die Betroffenen macht es jedoch nicht den geringsten Unterschied, ob sie z. B. wegen ihrer ausländischen oder inländischen (z. B. anderes Bundesland >> Ossi, Wessi, „Saupreiß“….) Herkunft diskriminiert werden. Beides ist zu verachten.

Die Milliardenschäden durch Mobbing entstehen auch unabhängig von den Gründen. Auch hier gibt es keine „guten“ finanziellen Schäden durch Mobbing. Die Zeche zahlen wir alle. Nicht die Täter. 

Politische Diskriminierung erwünscht?

Unterstellt man dem Gesetzgeber überlegtes Handeln dürfte es kein Zufall sein, dass etwa Diskriminierung aufgrund der politischen Anschauung oder Zugehörigkeit/Nichtzugehörigkeit zu einer Partei nicht Bestandteil des AGG ist. Es ist gesetzlich nicht verboten und somit erlaubt. Also erwünscht? Zumindest ist dies ein weiterer Beleg für die oben genannte These, dass Mobbing der Politik nutzt. Es vermeidet schließlich die anstrengendere politische Auseinandersetzung. 

Das soll natürlich nicht heißen, dass alle Politiker politisch motiviertes Diskriminieren und Mobben gut heißen. Der Gesetzgeber schützt aber nicht wirksam davor. Das ist Fakt und das ist gewiß kein Zufall. 

Nützlich war Berichten zufolge menschenverachtendes Mobbing etwa auch in den nachfolgenden Fällen:

https://www.merkur.de/politik/politiker-mobbing-die-wollen-mich-weghaben-2189574.html

Auch in diesem aktuelleren Fall dürfte Mobbing seinen Zweck erfüllt haben. Gibt es Konsequenzen oder einen anderen Umgang mit Menschen? Oder bleiben wieder nur Worte, denen niemals Taten folgen und die darum so leer sind wie so manches Versprechen vor Wahlen?

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/mobbing-poebeleien-aggression-so-brutal-kann-politik-sein-16223008.html

Admin - 13:16:28 | Kommentar hinzufügen

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